Elternschaft und Trinergy |
Der Freiheit dienen. Es gibt immer wieder Streit, wenn die Eltern die Freiheit des Kindes einschränken. Ist das Kind schon erwachsen genug, dann könnte das Kind im Streit gehen und die Tür hinter sich zuschlagen. Dann wäre der Ausgleich da, aber im Guten, weil er der Freiheit dient. Dann ist in Folge der Frieden zwischen Eltern und Kindern möglich. Wenn das Kind dann später Selbständigkeit gewonnen hat, wird es wieder einmal bei den Eltern anklopfen und versuchen, die Tür zu ihnen wieder zu öffnen. Und dieser Weg hin zur Freiheit des Kindes ist nicht schlechter als der Weg der eigenen Wohnung, die die Eltern dem Kind schenken; es ist nur ein anderer Weg, doch beide dienen der Freiheit.
Wer schuldet wem was? Die Kinder schulden den Eltern, dass das Leben gut weitergeht, und die Eltern schulden den Kindern die Freiheit. Kinder können für Frieden sorgen, indem sie die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen, nicht länger gegen rechnen, auf Gerechtigkeit verzichten und einen Ausgleich im Guten anpeilen. Eltern können für Frieden sorgen, indem sie sich an ihren Kindern erfreuen und sie freigeben. Geschieht das nicht, dann finden wir die ewigen Kinder, wie den 55jährigen Mann, der noch immer klagt, von seinen Eltern ungerecht behandelt worden zu sein. Oder die 47jährige Frau, die noch immer beziehungsunfähig ist, weil sie in all ihren Beziehungen eher auf Gerechtigkeit aus ist als auf Glück. Dabei hatten es die Eltern so gut gemeint.
Der Weg zur Hölle. Wenn man bei jemandem die gute Absicht mitbekommt, sollte man einmal die Nase in die Luft halten, und man wird Schwefel riechen, denn der Weg in die Hölle ist gepflastert damit. Wenn Eltern auf die gute Absicht verweisen, hat es meist zur guten Tat nicht gereicht. Hätte es gereicht, dann wäre die gute Absicht vollkommen uninteressant, die gute Tat braucht die gute Absicht nicht. Wenn aber jemand die gute Tat nicht zustande bringt und auf die gute Absicht verweist, dann ist die Hölle nahe. Ich brauche Worte für die gute Idee, doch wenn ich sie habe, brauche ich die Worte nicht mehr.
