Der Unterschied zwischen Kind und Partner im NLP Coaching Ansatz |
Ein Kind ist kein Partner. In vielen Fällen neigen Alleinerzieher dazu, das Kind weniger als Kind und mehr als Partner zu betrachten, sie fordern zu wenig und gestatten zu viel, diktieren zu wenig und diskutieren zu viel. So verwischen die Unterschiede zwischen groß und klein, alt und jung. Das mag für das Kind kurzfristig angenehm sein, doch längerfristig kann es zu einem Problem werden. Warum? Partnerschaftliche Kommunikation zwischen Elternteil und Kind belastet die Entwicklung des Kindes. Das Kind ist zu schnell erwachsen, es bekommt zu früh zu viel Autonomie. Das Kind hingegen, das in einer Familie mit Vater und Mutter lebt, muss sich seine Autonomie hart erkämpfen, die Eltern fordern es eher zu korrektem Verhalten auf und zur Übernahme von Regeln, es gibt weniger Kompromisse und mehr Vorgaben. Und auch wenn das für Eltern und Kind kurzfristig unbequem sein mag, so ist es doch längerfristig der Weg, der angenehm ist und gesund.
… auch wenn Du mich nicht liebst! Wird die Übertragung nie aufgelöst und das Kind nie böse auf seine Eltern, dann wird es auch nie richtig erwachsen. Und wenn es nie erwachsen wird, dann hat es nur geringe Chancen, einen erwachsenen Partner zu finden und eine eigene Familie zu gründen. Die Abnabelung von daheim hat nicht stattgefunden, das Kind bleibt unfrei, unselbständig und partnerschaftlich gebunden an seine Herkunftsfamilie. Und Alleinerzieher tappen offenbar öfter in diese Falle als Paare. Das mag daran liegen, dass elterliche Strenge oft verbunden ist mit der Drohung des Kindes, Mama und Papa mit Liebesentzug zu bestrafen. Das ist aber nur dann eine Drohung, wenn der Elternteil die Liebe des Kindes braucht, und er darf sie nicht brauchen, schon gar nicht als Ersatz für Partnerliebe. Erst wenn Eltern sagen können „Ich liebe Dich, auch wenn Du mich nicht liebst!“ und auch daran glauben, können sie für Ordnung in der Familie sorgen, erst damit befreien sie sich selbst und ihr Kind.
