Mehr Spaß am Lernen
Autor: DI Robert B.
In seiner Projektarbeit beschreibt Robert, wie er NLP Techniken angewandt hat um einem Kind beim Lernen zu helfen. Das Ziel war: Mehr Spaß an Englisch. Er zeigt, welche Ziele er sich gesetzt hat und welche strategischen Überlegungen, NLP-Modelle und -Techniken er bei seiner Arbeit mit dem Kind verwendet hat. Robert schildert auch seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus sechs Lern-Sessions mit ihm.
Ausgangssituation
Das Kind ist der Ansicht, dass Lernen (insbesondere das mit der Schule zusammenhängende Lernen) keinen Spaß macht. Aufgaben macht es nur, wenn es unbedingt muss. Es kommt selten vor, dass es danach fragt, warum gewisse Dinge so sind. Charakteristisch ist auch das geringe Selbstvertrauen und seine pessimistische Lebenseinstellung.
Strategische Überlegungen, NLP Modelle, Techniken
Ressourcevoller Zustand
Die Tatsache, dass ich mich mit dem Kind gut verstehe, hat nicht notwendigerweise am Anfang dazu geführt, dass es sich automatisch in einem ressourcevollen Zustand zum Lernen befand.
Hier hat ein einfacher Trick sehr gut geholfen: wenn das Kind eher müde und uninteressiert gewirkt hat, haben wir statt mit dem Lernen zu beginnen ein Computerspiel gespielt. Sein Lieblingsspiel war ein Autorennen namens Need For Speed III. Nach wenigen Runden war das Kind in einem guten Zustand und eher bereit zu lernen. Ein paar von mir bewusst herbeigeführte Erfolgserlebnisse am Anfang der Session wirkten zusätzlich bestärkend.
Metaphern
Metaphern sind ein sehr gutes Mittel um bei Kindern auf einer tiefen Ebene Änderungen in Glaubenssätzen zu bewirken.
Sandwich - Feedback
Das Sandwich Feedback ist ein ausgezeichnetes Mittel um während des Lernprozesses Feedback zu geben. Ich konnte außerdem beobachten, dass das Sandwich Feedback bei dem Kind eine sehr motivierende Wirkung hatte.
Ankern
Ankern wurde verwendet um das Gefühl von Neugierde und Spaß abrufen zu können. Gleichzeitig diente das Ankern dazu, das Kind in einen ressourcevollen Zustand zu bringen, ich habe hierbei einen kinästhetischen Anker verwendet. Außerdem wurde während der Lernperioden immer bestimmte Musik im Hintergrund gespielt (auditiver Anker). Ab der dritten Session wurde immer im gleichen Zimmer gelernt.
Zwischenbericht
Ich werde wissen, dass ich mein Ziel erreicht habe wenn:
ich sehe dass:
das Kind ohne Aufforderung seine Englischaufgaben macht
Sowie mir von seiner Mutter erzählt wurde und ich selbst beobachten konnte, ist dies der Fall.
es Freude an der Beschäftigung mit dem Gegenstand hat
Das Lernen und die Beschäftigung mit Englisch macht ihm Freude. Dies fiel nicht nur mir, sondern auch seinen Verwandten auf.
ich höre dass:
das Kind sagt, dass es Englisch gerne mag.
Es hat früher Englisch gehasst. Nun befindet sich Englisch an dritter Stelle (nach Turnen und Zeichnen) auf seiner Rangliste.
ich fühle dass:
ich das Kind leicht für Dinge, die mit Englisch zu tun haben begeistern kann.
Das ist zum Teil schon möglich
P.S: Kurz nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, hat mich das Kind angerufen und mir mitgeteilt, dass er die zweitbeste Englischschularbeit seiner Klasse geschrieben hat. Die beste Arbeit wurde von einem Mädchen geschrieben, deren Muttersprache Englisch ist.
