Wer auf guten Rat hört, ist weise
Wichtig ist, daß man nicht aufhört zu fragen. Neugier hat ihren eigenen Seinsgrund. Man kann nicht anders als die Geheimnisse von Ewigkeit, Leben oder die wunderbare Struktur der Wirklichkeit ehrfurchtsvoll zu bestaunen. Es genügt, wenn man versucht, an jedem Tag lediglich ein wenig von diesem Geheimnis zu erfassen. Diese heilige Neugier soll man nie verlieren.
(Albert Einstein)
Ist innere Ruhe erstrebenswert?
Sie werden vielleicht zwei Antworten darauf geben wollen. Ein Teil ihrer Persönlichkeit wird sagen: ”Vorsicht, das könnte von meiner Umgebung mißverstanden werden.” Ruhe wird in Unternehmen oft mit “zu wenig zu tun haben” gleichgesetzt. Die Aura agressiver Manager ist permanente Unruhe und Gehetztheit. Symptome sind übervolle Terminkalender, zu Terminen zu spät kommen, oft mehrere Dinge gleichzeitig tun wollen, Ungeduld und Mangel an Toleranz (man selbst könnte es besser). Die Gesellschaft verknüpft diese Symptome gerne mit großer Bedeutung dieser Person im Unternehmen, sodaß sie manchmal auch gerne als Fahne vor dem Wind getragen werden.
Ein zweiter Teil ihrer Persönlichkeit verspürt wahrscheinlich großen Drang nach innerer Ruhe. Menschen, die Ruhe ausstrahlen, werden bewundert und beneidet. Man ist auch gerne in ihrer Gesellschaft, um ein wenig davon zu genießen. Angesichts solcher Typen wirken gestreßte Manager oft unzulänglich und schwach.
Streß, und Hektik und Ungeduld übertragen sich genauso wie innere Ruhe auf die Menschen der näheren Umgebung und zeigen dort ihre Wirkung. Streß läßt uns Menschen seit Urzeiten nur zwei Wege offen: Kampf oder Flucht, alles andere ist nicht denkbar. Innere Ruhe gibt den Gedanken Raum, sich zu entfallten. Angesichts der immer kürzeren Veränderungszyklen haben sie als Manager die Freiheit, neu zu denken, dringend nötig.
Der erste Schritt zu innerer Ruhe ist, die positive Absicht, die hinter dem ruhelosen Verhalten steckt, anzuerkennen und zu würdigen.
Was sind die Voraussetzungen innerer Ruhe? Was tun solche Menschen anders?
Die alte Frau griff zitternd zum Hörer, rief die Notrufnummer der Polizei und sagte mit tonloser Stimme: “Bitte kommen sie. Mein Enkelsohn ist tot.” Als die Beamten ihre Wohnung betraten, sahen sie die Oma, die das tote Kind in ihren Armen wiegte. Sie hatte es mit einem Polster erstickt. Im Verhör erklärte sie, sie hätte keine andere Wahl gehabt. Die Welt ist nicht gut genug für diesen kleinen strahlenden Engel.
Ein Mord in guter Absicht? Sie denken jetzt, die alte Frau war natürlich verwirrt. Sie haben recht. Jeder Mensch, der in einer Situation nur einen Ausweg sieht, ist in gewissem Maß verwirrt. Der momentane seelische Zustand verweigert die Sicht auf den Handlungsspielraum.
Ein junger Mann betrat einen kleinen Selbstbedienungsladen, ging rasch zum Regal mit Bierdosen, faßte sich ein Sixpack und steuerte an der Kassa vorbei dem Ausgang zu. Der Kassier, der ihn schon beim Eintreten ins Visier genommen hatte, versperrte ihm den Weg und stellte ihn erbost zur Rede. Der junge Mann geriet in Panik, versetzte ihm einen Tritt, die beiden begannen zu raufen und verkeilten sich ineinander. Als der Kassier auch noch zu schreien begann, zog der Räuber ein Messer, stach mehrmals brutal auf den Überfallenen ein und rannte ins Freie, direkt in die Arme eines Polizisten.
Das vordergründige Motiv dieser gemeinen Tat war der Wunsch nach einem Sixpack Bier. Sie denken jetzt vielleicht: “Das ist eine verrückte Welt, wegen so einer Kleinigkeit einen Menschen fast zu töten.” Das dachten Andere auch. Um diese verrückte Welt verstehen zu lernen, fragten sie daher den jungen Mann: “Was wäre gewesen, wenn sie das Sixpack Bier gehabt hätten?” Ohne viel zu überlegen, antwortete er:
“Dann könnte ich mich zumachen und allen Blödsinn um mich vergessen.”
“O.K., und was hätten sie dann, wenn sie sich ordentlich zugemacht haben?”
“Dann würde ich vielleicht einmal meine Freundin nicht verprügeln. Sie geht mir sonst total auf die Nerven.”
“Und was hätten sie, wenn sie ihre Freundin nicht mehr verprügeln müssen?”
“Was weiß ich. Dann könnten wir ins Kino gehen oder irgendwo rumhängen.”
“Und was hätten sie dann?”
“Das wäre einmal eine Gelegenheit, ihr zu sagen, daß sie total o.k. ist .......... daß ich ...........sie mag.”
“Und dann?”
“Wir könnten es uns richtig gut gehen lassen.”
“Und?”
“Dann weiß sie, daß ich sie liebe!”
Sie haben recht, die Welt ist verrückt. Ein Mann stiehlt aus Liebe zu einer Frau ein Sixpack Bier und sticht den Kassier fast tot. Er kommt für lange Zeit ins Gefängnis, die Frau will nichts mehr von ihm wissen. Das Ergebnis ist von seiner Absicht so weit weg, wie die Erde vom Mond.
Die für sie wichtigste Erkenntnis daraus ist, daß der junge Mann mit seinem Verhalten einer allgemein gültigen Grundregel folgt. Wir besuchten Gefängnisse und fragte dort viele Schwerverbrecher auf ähnliche Art und Weise, was die Absicht ihrer Untat gewesen war. In jedem dieser Fälle war die höchste Absicht verbunden mit Werten wie Liebe, Harmonie oder Friede. Die höchste Absicht jedes Menschen ist immer positiv.
Die Menschen folgen damit einer Regel der Systemtheorie: Selbstorganisierende Systeme streben nach Anpassung. Das heißt, es gibt ein immanentes Bestreben, wichtige Elemente im System zu optimieren, mit dem Ziel, harmonisches Gleichgewicht herzustellen. Demnach ist die höchste Absicht jeden Handelns und Reagierens in einem System adaptiv. Diese Regel findet in der menschlichen Entwicklung ihre Bestätigung. Wir wissen, daß ältere Menschen oft abgeklärter sind als jung. Sie folgen der kybernetischen Regel. Je höher die Entwicklungsstufe des Graves-Modells ist, in dem sich die Menschen befinden, umso größer ist das System, in dem sie harmonisierend wirken. Die reaktive Stufe hat den kleinsten Rahmen, nur das Ich ist Bestandteil, die tribalistische Stufe bezieht bereits die Familie oder den Clan mit ein. Menschen der systemischen Stufe denken und wirken global. Und je höher die Graves-Stufe, umso leichte fällt es den menschen, Wege zu finden, die der eigentlichen guten Absicht geradewegs entgegenkommen.
Wie läßt sich das aber unter einen Hut bekommen? Letztenendes streben wir alle nach Harmonie, und doch geschehen permanent böse Dinge.
Das ist möglich, weil es zwei Dinge sind, die nichts miteinander zu tun haben. Wir vermischen sie nur und glauben, es sei eines. Das eine ist die Handlung, sie kann im Sinne des Systems gut oder schlecht sein. Das andere ist die höchste Absicht, die immer gut ist.
Dies ist die erste grundsätzliche Erkenntnis: Verhalten und Absicht haben oft nichts miteinander zu tun. Und es ist wichtig, sie klar voneinander zu unterscheiden.
Warum folgen wir Menschen dann in unserem Verhalten nicht der positiven Absicht? Wieso sind wir keine Engel?
Unser größtes Problem dabei ist: Wir erkennen oft zu wenige Wahlmöglichkeiten. Insbesondere in kritischen oder festgefahrenen Situationen bekommen wir den Tunnelblick und sehen nur mehr einen Weg. Meistens ist es derselbe Weg, den wir in ähnlichen Situationen immer gehen. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.
Der junge Mann, der den Kassier des Supermarktes mit seinem Messer fast tötete, wußte in dem Moment keinen anderen Weg, seiner Freundin Liebe zu schenken. Der Autofahrer, der scheinbar zu langsam vor ihnen fährt, gibt sein Bestes. Auch wenn er sie damit vielleicht ärgern möchte, es steckt letztendlich positive Absicht dahinter. Vielleicht möchte er sie auf diese Art und Weise dazu bewegen, die Geschwindigkeitsbegrenzung einzuhalten oder den Sicherheitsabstand zu beachten. Oder er wagt es nicht, schneller zu fahren, weil er unsicher ist und niemanden verletzten möchte. Was er tut, ist der beste Weg, der ihm momentan zur Verfügung steht. Der Mitarbeiter, der gerade nicht ihre Erwartungen erfüllt, tut was in seinem Handlunsgspielraum möglich ist.
Das ist die zweite grundsätzliche Erkenntnis: Jeder Mensch tut das in seinem aktuellen Handlungsspielraum Bestmögliche.
Wenn das so ist, liegt es an ihnen, diese Tatsache einfach zu akzeptieren. Sie können entscheiden, ob sie es dabei belassen wollen oder ob sie helfen, die Verhaltensmöglichkeiten zu vermehren, um aus dieser Sackgasse herauszufinden.
Es geht also nicht mehr um Schuld und Sühne, um böse Absicht und Ahndung von Fehlverhalten. Das ist das, was Kurzsichtige zu erkennen glauben. Es geht einzig darum, das unpassende Verhalten von der eigentlichen Absicht zu trennen, die Absicht zu würdigen und dann zu helfen, Verhaltensweisen zu erkennen, die eher zum Ziel führen.
Wo bleiben da Zorn, Ungeduld und Intoleranz? Solche Gefühle sind von hier aus nicht mehr wahrnehmbar.
Manche Menschen wissen das. Es sind jene, von denen man sagt, sie strahlen innere Ruhe aus, die sich auf die Umgebung überträgt, sodaß in dieser Ruhe Wege sichtbar werden, die vorher nicht denkbar waren, Wege die zum Erfolg führen. Die bisher höchste Entwicklungsstufe der Menschen nach dem Modell von Graves glaubt nicht mehr, daß die Anderen dumm oder gemein sind. Sie haben sich zu bedeutenden und einflußreichen Elementen des Gesamtsystems entwickelt, das wesentlich zum optimalen Funktionieren dieses Systems beiträgt, indem sie ihre höhere Absicht direkt und unmittelbar anstreben und trachten, mit ihrem Tun stets die Zahl der WIN WIN-Situationen zu vermehren.
Wie bei jedem Denkmodell stellt sich auch hier für sie die Frage: Welchen Nutzen habe ich, wenn ich dieses Modell in meine Neuro-Logischen Ebenen integriere? Sie können sich die Frage jetzt selbst beantworten oder sich den Rat dieser Menschen holen.
Die Mittel, um neue Verhaltensweisen wahrnehmbar zu machen, sind die NLP-Bausteine. Sie sind Modelle exzellenter Menschen, die damit in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen erfolgreich waren und sind. Sie sind wie der Rat eines weisen Menschen.
 

11.12.2009

Brandneu: Die Akupulsur-DVD jetzt zu kaufen!

> Jetzt mit € 20,- Weihnachts-Bonus ! Die 3 DVDs sind ein kompletter Live-Seminarmitschnitt und keine klassischen Kauf-DVDs! Mit dem beigefügten Zusatzmatierial (PowerPoint, Handouts) u...


weiter lesen


17.11.2009

Wir freuen uns: Über den 1500. Master Practitioner!

Vor wenigen Tagen war es soweit: Am 6. November hat der 1.500 Teilnehmer alle Unterlagen abgegeben und wurde somit erfolgreich als Trinergy-NLP-Master-Practitioner zertifiziert. Das ist ein Grund zu f...


weiter lesen


10.11.2009

LOB Coach AUSGEBUCHT!

Vielen Dank für das große Interesse an unseren Coaching-Ausbildungen! Aufgrund der großen Nachfrage ist der LOB Coach in diesem Jahr ausgebucht!


weiter lesen


09.11.2009

Tu etwas für Dein Herz - mit dem Emwave Gerät!

emWave® Personal Stress Reliever ist eine bequeme und tragbare Lösung um Stress abzubauen. Auf Basis Deines Herzrhythmus kannst Du so einfach Deine Emotionen ausgleichen und Deine k...


weiter lesen