Ihr Gegenüber verwendet Worte oder Wortwendungen, die dem von ihm hauptsächlich benutzten Repräsentationssystem entsprechen.
Das visuelle Repräsentationssystem:
Visionär, offenbar, verschwommen, dunkel, klar, vernebelt, fokusiert, plastisch. Sich ein Bild machen, etwas einsehen, eine Perspektive finden, etwas reflektieren, sich etwas klarmachen, durchblicken, etwas vorhersehen, das Problem illustrieren, etwas enthüllen.
Das auditive Repräsentationssystem:
Stimmig, rhythmisch, laut, monoton, schrill, dissonant, ruhig, dumpf, mündlich. Akzente setzen, sprachlos sein, sich mitteilen, etwas harmonisieren, etwas anklingen lassen, sich hörbar machen, etwas ausdiskutieren, das Gras wachsen hören.
Das Kinästhetische Repräsentationssystem:
Sanft, warm, kalt, einfühlsam, begreifbar, kompakt, solide, schwer. Von etwas berührt sein, Kontakt halten, mit Spannung erwarten, Druck ausüben, etwas ausdrücken, die rauhe Wirklichkeit, Ein Gespür entwickeln, in den Griff bekommen.
Das olfaktorische  und gustatorische Repräsentationssystem:
Schal, duftend, verraucht, sauer, süß, frisch. Auf den Geschmack kommen, etwas Würze geben, einen bitteren Nachgeschmack, eine muffige Atmosphäre, eine Geschmacklosigkeit, das schmeckt mir nicht, jemandem die Suppe versalzen.
Auditiv digital:
Sequentiell, prozeßorientiert, nachfolgend, wissend, entscheidend, Ziffern. Etwas beschreiben, sich bewußt machen, auf die Reihe bringen, etwas bewerten, etwas priorisieren, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, von A bis Z.
Sie können mit diesen Sprachmustern erkennen, welches Repräsentationssystem ihr Gesprächspartner vorwiegend verwendet.
Mit diesem Wissen können sie als Moderator sofort erkennen, wie sie das folgende Gespräch in die richtigen Bahnen lenken können:
Kollege A sagt: "Wir sollten uns klarmachen, daß es unsere nächste Aufgabe ist, eine Perspektive zu skizzieren, welche uns einerseits die Problematik sichtbar macht und andererseits den Fokus auf unsere neuen Ziele setzt."
Kollegin B sagt: "Damit bin ich nicht einverstanden. Ich möchte das anders ausdrücken. Wir sollten zuerst die Spannungen abbauen und dann die Dinge begreifbar machen. Damit halten wir einerseits mit dem Problem Kontakt und schaffen andererseits solide Lösungen für eine friktionsfreie Zukunft."
Sie werden die Unterschiede sicher erkannt haben. Zwei Menschen, die vom selben sprechen und dennoch nicht einer Meinung sein können. Ein exzellenter Kommunikator formuliert seine Aussagen so, daß sie sowohl vom Kollegen A als auch vom Kollegen B verstanden und akzeptiert werden. Voraussetzung ist, daß sie die Kommunikatiosmuster jedes Repräsentationssystems im Gespräch anwenden können.
Sie wissen jetzt, daß es auch andere erfolgreiche Modelle zur Aufnahme und Verarbeitung von Informationen gibt. Probieren sie diese aus. Der Lohn sind neue Erkenntnisse, Ideen und Ergebnisse.
Wählen sie drei Menschen ihrer Umgebung. Finden sie heraus, welches ihr vorwiegend benutztes Repräsentationssystem ist. Sprechen Sie mit Ihnen, und benutzen sie dabei bewußt die richtigen Sprachmuster. Beobachten sie die Reaktion ihres Gesprächspartners. Finden Sie Verständnis?
 

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22.01.2012

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