Die wertvollsten Wahrheiten sind jene, die wahr bleiben, auch wenn man sie oft hört: Erfolg braucht eine positive Lebenshaltung!
Wenn wir erfolgreich sein wollen, ist es zu wenig, mit dem Gegebenen unzufrieden zu sein. Wir müssen auch bereit sein, jene Zukunft zu erfinden in der wir einmal leben wollen. Es beginnt damit, daß wir unserem Leben eine grundlegende Richtung geben, die uns erfüllt, von der wir fühlen, daß sie gut und richtig ist für uns, um daraus Ziele zu entwickeln, die uns als Etappenziele dienen. Wir müssen rechtzeitig mit der Entwicklung von neuen Fähigkeiten beginnen, damit wir den Herausforderungen der kommenden Etappen gewachsen sind. Wir müssen dabei an uns glauben, denn selbst bei bester Vorbereitung wird manchmal der Wind der Veränderung aus einer unerwarteten Richtung kommen und dann wird der Glaube an uns und unsere Bestimmung das einzige sein das uns stützt. Und zu guter letzt müssen wir der Zeit zuvor kommen. Nicht sie soll uns verändern, sondern wir verändern unser Selbstverständnis und erlauben damit unserer erwünschten Zukunft, leichter Wirklichkeit zu werden.
Durch alle Zeiten gab es visionäre Menschen, die nicht nur Ideen hatten, sondern sie auch begeistert realisierten. Walt Disney ist dafür ein exzellentes Beispiel. Er schuf in seinem Kopf Konzepte, Geschichten, Gestalten und ganze Welten, ließ sie Wirklichkeit werden und die Menschen sind davon heute noch begeistert. Er hatte immensen geschäftlichen Erfolg damit. Seine Filme, Geschichten und Erlebniswelten sprachen und sprechen heute noch ein sehr breites Publikum an. Was war das Geheimnis seines Ideenreichtums?
Walt Disney machte etwas, das ihm so viel Spaß machte, daß er es auch gemacht hätte, wenn ihn niemand dafür bezahlt hätte, wie er seinem Neffen erzählte. Wir werden nur dann hundert Prozent unserer Energien und Fähigkeiten einsetzen, wenn wir in eine Richtung arbeiten, die uns verlockend erscheint. Bedeutender und vorrangiger als einzelne Ziele ist die generelle Richtung unseres Wollens. Wohin streben wir ganz natürlich in allen Momenten unseres Lebens? Konkretisieren wir dann Ziele, die in dieser Richtung liegen, kommt die Motivation uneingeschränkt von alleine.
Andererseits, ist selbst das Erreichen von Zielen ein Scheitern, wenn es Ziele sind, die nicht in unserer Richtung liegen. Und Scheitern kostet Kraft und macht uns unzufrieden mit uns und mit dem Leben. Ein Manager, der seine Organisation von mir beraten lassen wollte, hatte ein Zitat von Samuel Beckett als Motto in seinem Büro hängen: “Jemals probiert, jemals gescheitert? Belanglos! Wieder probieren, besser scheitern.” Besser scheitern? Mir kam der Verdacht, daß eine Organisation, deren Chef ein besseres Scheitern als Konklusio seines Leitspruch hat, vorhersagbare Probleme haben werde: Mitarbeiter werden nicht ihr Bestes und nicht mit vollem Einsatz geben, wenn das angestrebte Ziel “besser scheitern” ist.
Ich erzählte ihm folgende Geschichte: “Wie jedes Jahr gehen drei Freunde in Kanada auf Elchjagd. Sie lassen sich in ein kleines Tal mit einem See fliegen, in dem das  Wasserflugzeug landen kann. Nach drei Tagen kehren sie zurück. Jeder hat einen Elch erlegt. Sie beginnen das Flugzeug vollzupacken, binden den einen Elch an den linken Schwimmer, den anderen an den rechten und den dritten verstauen sie im Gepäckraum. Der Pilot, der das alles ruhig beobachtet, empfiehlt ihnen, zweimal zu fliegen, weil in voller Bepackung und Besetzung das Flugzeug zu schwer und der See als Startbahn zu kurz wäre.  Daraufhin erklärte ihm einer der drei Freunde: „Guter Mann, wir tun das nun schon seit zehn Jahren und es ist immer der gleiche See, wir drei sind die gleichen, es sind immer drei Elche und es ist immer das gleiche Flugzeug. Nur der Pilot ist heuer jemand anderer, nämlich sie!“ Der Pilot fühlte sich bei seiner Ehre gepackt, startete das überfüllte Flugzeug, setzte so weit wie möglich zurück, ließ die Motoren auf Hochtouren laufen und glitt mit dem Wasserflugzeug über den See, zog es im letzten Moment hoch, kam über die ersten Baumwipfel hinweg ... Doch dann verfing sich ein Schwimmer in einem Baumwipfel, das Flugzeug stüzte ab und alle fielen heraus. Der erste der Drei rappelte sich auf und rief einen seiner Freunde: „Hallo Paul! Wo sind wir da?“ Paul rappelte sich auf und antwotete: „Ich weiß nicht genau, aber ich glaube circa zwanzig Meter weiter als voriges Jahr.“”
Sehen sie? Das verstehe ich unter besser scheitern! Mein Klient verstand sofort und wußte, daß nicht die Mitarbeiter motiviert werden müssen, sondern er seine Richtung finden sollte. Wenn wir noch so viel unternehmen, es wird höchstens ein erfolgreiches Scheitern sein, wenn wir nicht wissen, wohin der natürliche Zug unserer Energien geht.
Der Zusammenhang ist uns aufgrund vieler Erfahrungen bewußt. Aber nur wenige befassen sich gezielt mit diesem Thema. Also lassen sie es uns jetzt zu tun? Ich möchte Ihnen nun die interessante Erfahrung zugänglich machen, ihre eigene Richtung zu erleben und zu spüren. Dieser Prozeß wird von Ihnen sehr spannend erlebt werden, weil er tiefes Verstehen Ihrer Motivation ermöglicht. Also lehnen sie sich zurück, entspannen sie sich und stellen Sie sich ein paar Fragen ...
Experiment:
Lassen sie jetzt einen ganz gewöhnlichen Tag ohne Besonderheiten an sich vorüber ziehen. Welche schönen Dinge erleben sie an einem solchen Tag ihres Lebens? Was macht ihnen dabei Spaß? Was sind die kleinen Freuden des Alltags, die ihnen das Leben versüßen? Auf welche kleinen und größeren Genüsse freuen Sie sich immer wieder? Lassen Sie sich dabei Zeit und bringen Sie das was kommt zu Papier. Denn es gibt viele Dinge in ihrem Leben, die Spaß machen. Wir tragen sie nur nicht oft genug über die Schwelle des Bewußtseins.
Und jetzt erweitern Sie den Zeitrahmen, den sie überblicken, ein wenig. Welche schönen Dinge geschehen im Rahmen einer ganz normalen Woche? Was macht ihnen im Zuge einer Woche Spaß. Worauf können Sie sich freuen? Welche schönen Erlebnisse bieten sich ihnen im Beruf, in der Freitezit, mit der Familie, mit Freunden? Was läuft am Wochenende? Halten Sie alles fest.
Lassen Sie nun ihren Fokus noch einmal weiter werden und betrachten Sie einen Monat ihres Lebens. Welche Annehmlichkeiten können Sie im Lauf eines Monats genießen? Kleinere und größere erfreuliche Erlebnisse, die ihr Leben lebenswert machen. Was nehmen sie sich immer wieder vor und sind glücklich darüber? Bringen Sie alles zu Papier.
Der Blick wird weiter. Sie betrachten jetzt ein ganzes Jahr ihres Lebens. Was an schönen Dingen kann Ihnen dieses Jahr bieten? Welche erfreuliche Erlebnisse geschehen da? Was unternehmen sie mit Kollegen, der Familie oder Freunden, das ihnen Freude bereitet? Welche spannenden Dinge erleben sie im Beruf oder im Urlaub. Halten Sie auch das fest.
Und jetzt betrachten Sie ihr ganzes bisheriges Leben. Welche Highlights finden Sie da? Welche schönen Dinge haben ihr Leben so gestaltet, daß sie es in vollen Zügen genießen können? Welche Ereignisse und Erfahrungen brachten Farbe in den Alltag, hoben die Stimmung, versorgten sie mit positiven Gefühlen?
Aber wir wollen hier noch nicht stillhalten. Erweitern Sie ihren Fokus nun auf das, was einmal ihr gesamtes Leben gewesen sein wird. Welche Momente des Glücks sehen Sie da? Wo in ihrem Leben hat Spaß seinen Raum, welche Ereignisses sind Ursache für Lebensfreude? Was gibt ihrem Leben Sinn? Bringen Sie alles Schöne, alle Freuden ihres Lebens zu Papier, sie betrachten dabei einen wesentlichen Bestandteil ihre Persönlichkeit.
Sie finden darin vielleicht auch Freuden eines Tages und des ganzen Lebens, die einander widersprechen. Sie wissen es wahrscheinlich: Die zum Kaffee genußvoll gerauchte Zigarette ist kontraproduktiv zu ihrer Freude an einem gesunden Körper bis ins hohe Alter. Sie erhöhen ihr Selbstverständnis, wenn sie Gemeinsamkeiten und Widersprüche erkennen. Sehen Sie aufgedeckte Diskrepanzen als Chance, darüber nachzudenken, auf welche Art und Weise sie diese bereinigen können. Kongruente Menschen leben ihre Wünsche und Werte im Kleinen und im Großen gleichermaßen.
Walt Disney hatte seine Richtung und hinterließ uns viel. Unter anderem ein Kreativitätsmodell, das, wenn wir in der richtigen Richtung unterwegs sind, das finden der nächsten Schritte leicht und angenehm macht. Sein Denkprozess, eine Idee zu entwickeln und zu konkretisieren, ist mehrstufig. Jeder Schritt verlangt nach einer besonderen Rolle, welche auch spezifische Denkstrategien impliziert. Walt Disney war in besonderem Maße fähig, diese Rollen auszufüllen. Und er war in der Lage, sehr rasch zwischen diesen Rollen zu wechseln. Sie wissen inzwischen, was ich meine, wenn ich von Denkstrategien spreche. Ich werde ihnen diese Rollen anhand der Repräsentationssysteme und der Metaprogramme erläutern.
Er leitet den Prozeß ein und beschreibt das Anliegen, das Lösungspotential eines Problems, das Ziel dieses Prozesses.
Seine Frage lautet: Warum ist uns dies ein Anliegen? Warum ist  uns dieses Ziel wichtig? Sein Bestreben ist auf die richtige Richtung und den Sinn gerichtet.
Sein Denken ist eher global orientiert. Die Sinnhaftigkeit des Ganzen ist ihm wichtig. Er denkt mehr in Lösungen als in Problemen (Richtungsorientierung Hin zu). Der Initiator lernt aus der Vergangenheit, um so vollbepackt mit Ressourcen und Gestaltungsdrang die Zukunft zu verändern; er braucht also den Zeit-Überblick (Through time). Er ist der Stein des Anstoßes (aktiv). Der Initiator ist gleichzeitig auch Moderator, der sein Augenmerk auf die richtige Abfolge der Prozessschritte (Prozeßorientierung) richtet. Auch dafür braucht er den zeitlichen und Prozeß-Überblick. Seine Repräsentation ist die Vision (visuell konstruiert).
Der Träumer:
Er hat die Ideen. Der Nebel der Vision ballt sich zu Gestalten und Formen. Sein primäres Arbeitsfeld ist das visuelle Repräsentationssystem. Walt Disney verband seine inneren Bilder mit Klängen, Musik, Stimmen und besonderen Gefühlszuständen. Wir nennen diese Verschränkung von Repräsentationssystemen Synästhesie, ein Phänomen, das bei kreativen Menschen wahrzunehmen ist. Maler werden manchmal durch ein Musikstück oder einen besonderen Geruch inspiriert. Ein wunderschönes Landschaftsbild regt zur Komposition eines Liedes an.
Auf seinem visuellen Arbeitsfeld findet der Träumer ein breites Spektrum an Möglichkeiten vor (Optionsorientierung). Er ist im inneren Gestaltungsprozeß voll assoziiert und vergißt dabei alles um sich herum (Intime). Seine Ideen entstehen als großes Ganzes und werden detailhafter, je mehr sie Gestalt annehmen. Er orientiert sich an der Vision, sucht keine Unterscheidungen sondern Ähnlichkeiten, Gemeinsamkeiten.
Seine Frage lautet: Was kann es sein, daß uns dem Ziel, dem Anliegen näher bringt? Was ist die Lösung, die uns die Welt schöner werden läßt? Welche Idee kann uns helfen, uns das Leben auf der Erde noch ein wenig angenehmer zu gestalten?
Der Realist:
Er ist das Bindeglied zwischen Idee und Wirklichkeit. In Erfüllung dieser Aufgabe wird er zur Idee. Walt Disney gab seinen Märchenfiguren Realitätsgehalt, indem er sich voll und ganz in ihre Gestalt assoziierte. Er schlüpfte in Cinderella´s Haut und erlebte ihre Abenteuer mit allen Sinnen. Er wollte dabei die Geschichten zutiefst nachempfinden können. Das Hauptrepräsentationssystem des Realisten ist die Kinästhetik. Er setzt den Weg des Träumers ins Detail fort (Detailorientierung), macht ihn handgreiflich und schafft aus dem Nebeneinander des Träumers ein Nacheinander, eine zeitliche Sequenz (Prozeßorientierung) .
Seine Frage lautet: Wie fühlt es sich an, wenn diese Idee Wirklichkeit wird? Wie kann ich die Bilder des Träumers Wahrheit werden, entstehen lassen.
Der Kritiker:
Ohne ihn würden Ideen an der Realität scheitern. Denn er ist die letzte Instanz in Sachen Qualität. Er prüft mit allen seinen Sinnen (VAKOG) und sehr detaillorientiert. Seine Stärke ist, nicht Teil der Idee zu sein, sondern kritisch beurteilen, außerhalb stehen zu können. Walt Disney war an dieser Rolle wichtig, großen Abstand von der Idee oder dem Konzept zu haben, um es beurteilen zu können. So wie Unternehmen gerne externe Unternehmensberater beschäftigen, die als Außenstehende ohne interne Scheuklappen Schwachstellen erkennen. Der Kritiker sucht Fehlerquellen, um sie zu vermeiden (weg von-orientiert): Was stimmt nicht überein mit unseren Werten und Zielen (Unterschiede). Er verläßt sich dabei stark auf sein eigenes Urteil (interne Referenz). Sein Ziel ist nicht Handeln sondern Überlegen (reflektiv).
Seine Frage lautet: Was ist wenn in Zukunft kritische Situationen eintreten? Hält die reale Konstruktion diesen Situationen stand? Wurden Details übersehen, die das Konzept scheitern lassen können?
Die Disney-Strategie:
Ich möchte Sie nun Walt Disneys Kreativitätsmodell erleben lassen.
Schaffen Sie jetzt bitte Raum, wir brauchen viel Platz. Sie werden in Kürze jeder dieser Rollen einen Platz im Raum zuordnen. Die Plätze sollten voneinander deutlich unterscheidbar sein.
Position des Initiators etablieren
Suchen sie eine Stelle im Raum, die für Sie dazu angetan ist, die Vision, das Anliegen zu erfinden. Denken Sie jetzt an eine Situation in der Vergangenheit, in der ihnen das besonders leichtgefallen ist. Erleben sie jetzt diese Situation. Nehmen sie die typische Körperhaltung ein, die sie mit dieser rolle verbinden. Erinnern Sie sich genau, wie diese aussieht und sich anfühlt. Vielleicht gehört auch ein besonderes Geräusch oder eine Melodie dazu.
An dieser Stelle sind ihre Denkprozesse:
Visuelle Repräsentation
Chunkgröße Global
Richtungsorientierung Hin zu
Zeitfilter Through time
Aktivität proaktiv
Handlung Prozeß
Frage: Warum?
Position des Träumers etablieren
Welche Stelle im Raum atmet für Sie Kreativität? Das ist jetzt ihr Platz. Und wann in der Vergangenheit waren sie immens kreativ, sprühten vor Ideen. Wie war da Ihre Körperhaltung? Ist diese Körperhaltung auch mit einer besonderen Bewegung verbunden, einem Schaukeln am Stuhl oder auf und ab gehen? Oder schlenkern sie dabei mit den Beinen? Verhalten Sie sich jetzt genauso wie damals, das erzeugt dieses Milieu in ihrem Hirn, das Lichtwolken Gestalt werden läßt.
An dieser Stelle sind ihre Denkprozesse:
Visuelle Repräsentation (Synästhesien)
Chunkgröße Global - Detail
Handlung Option
Zeitfilter Intime
Vergleich Gemeinsamkeiten
Frage: Was?
Position des Realisten etablieren
Sie wissen schon, was sie zu tun haben. Wo ist die Stelle im Raum mit deutlichem Realitätsbezug? Und wann in ihrer Vergangenheit hatten sie die Erfahrung, mit beiden Beinen am Boden zu stehen und Ideen und Konzepte Realität werden zu lassen? Was ist die typische Körperhaltung und das zugehörige Bewegungsmuster?
An dieser Stelle sind ihre Denkprozesse:
Kinästhetische Repräsentation
Assoziierte in System/Idee
Chunkgröße Global - Detail
Handlung Prozeß
Frage: Wie?
Position des Kritikers etablieren
Und jetzt haben Sie schon Erfahrung. Die richtige Stelle im Raum finden, sich eine vergangene Erfahrung zugänglich machen, wo sie hochwertig konstruktive Kritik übten, typische Haltung und Bewegungsmuster übernehmen.
An dieser Stelle sind ihre Denkprozesse:
Repräsentationssystem VAKOG
Dissoziert von System/Idee
Chunkgröße Detail
Vergleich Unterschiede
Referenz Intern
Aktivität Reflektiv
Frage: Was wenn?
Position und Haltung des Initiators einnehmen
Bestimmen sie ihr Anliegen. Für welches Problem suchen sie Lösungen? Was soll in Zukunft besser werden? Seien sie sich dessen bewußt, daß sie damit auch gleichzeitig die Rolle des Moderators übernommen haben. Achten sie in dieser Rolle vor allem auch darauf, daß jede Rolle unbeeinflußt von den anderen ihre Stärken ausspielen kann.
Position und Haltung des Träumers einnehmen
Greifen Sie das Anliegen auf und formen Sie es zu konkreten Ideen. Geben sie Ihren Gedanken Raum, sich zu entfalten. Welche Lösungsmöglichkeiten sind denkbar? Was könnte die Situation verbessern? Bilden sie Synthesen von bereits bekanntem. Alles was kommt, ist gut.
Position und Haltung des Realisten einnehmen
Erstellen Sie eine Prioritätenliste dieser Ideen. Nehmen sie die erste und bringen Sie sie mit der Wirklichkeit in Kontakt. Wie läßt sich diese Idee realisieren? Wie könnte sich das Ergebnis anfühlen? Machen sie die Lösung handgreiflich. Stellen sie hier auch den zeitlichen Bezug her. Wann und wo soll die Lösung Wirklichkeit werden.
Position und Haltung des Kritikers einnehmen
Üben sie konstruktive Kritik am entstandenen Ergebnis. Weder der Träumer noch der Realist sind Ziel ihrer Kritik sondern ausschließlich das Ergebnis. Was könnte das Funktionieren des Ergebnissmodells zum Scheitern bringen?
Qualität und Verbesserung
Beginnen sie wieder mit der Position und Haltung des Initiators. Sie als Initiator sind der Auftraggeber des Prozesses. Prüfen Sie an dieser Stelle, wie weit das Ergebnis mit ihrem Anliegen konform geht, eine Lösung für das Problem darstellt. Führt die lösung zu einer WIN WIN – Situation oder gibt es dabei etwa Verlierer? Wenn sie mit dem Ergebnis nicht konform gehen, geben sie dem Prozeß eine neue Richtung. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, dann geben sie die Kritikpunkte an den Träumer weiter, um dafür Lösungsideen zu entwickeln und so die Qualität des Ergebnisses noch zu verbessern. Der Realist wird diese Ideen wieder konkretisieren, der Kritiker sie prüfen.
Durchlaufen Sie diesen Prozeß solange, bis auch der Kritiker zum Endergebnis ein gutes Gefühl entwickelt. Dann können Sie sicher sein, damit Erfolg zu haben.
Behalten Sie die Pfeile, die der Träumer abschießt, im Köcher, sie sind es wert, nicht verworfen zu werden. Verhaltensvielfalt bringt Flexibilität, und der Träumer ist ein Garant dafür.
Denken Sie in jeder Phase dieses Prozesses: Es gibt keinen Fehler, nur Feedback. Rückschläge sind in Wahrheit keine Probleme, sondern Lösungen für Probleme, an denen sie gerade nicht arbeiten.
Diese Rollen symbolisieren gleichzeitig spezifische Grundhaltungen der Menschen in bezug auf das Leben und ihre Aufgabe. Sie beantworten auch die Frage der Motivation.
Wenn sie einen typischen Initiator mit einer Aufgabe betrauen, wird er vordringlich und hauptsächlich wissen wollen, was der eigentliche Sinn dieser Aufgabe ist und was sie mit ihm selbst zu tun hat. Seine erste Frage wird lauten: Warum soll ich das tun? Wenn Sie diese Frage befriedigend beantworten können, haben Sie den Initiator für die Tätigkeit bereits voll und ganz gewonnen. Sie erkennen solche Menschen sehr gut daran, daß sie sehr häufig mit Sinnfragen beschäftigt sind.
Der Träumer ist an den Inhalten interessiert. Er gibt der Vision Struktur, er schafft in seinem Denken neue Konzepte und Systeme. Er wird die Frage stellen: Was soll ich entwickeln? Der typische Träumer liebt theoretische Konzepte und gut strukturierte Inhalte. Geben sie ihm Fakten vor und lassen ihn die Struktur entwickeln, aber kommen sie ihm nicht mit zu vielen Details. Dann ist er ihr Mann.
Der Realist ist der Praktiker im Unternehmen. Er krempelt die Ärmel auf und sagte: Wie packen wir es an? Theorie ist ihm lästig, er möchte die Dinge ausprobieren können. Er wird ein Modell der Idee bauen oder in einem Experiment die Praxistauglichkeit testen. Lassen Sie ihn werken, so bringt er das beste Ergebnis.
Der Kritiker prüft die Qualität. Seine Überlegung lautet: Was könnte alles schief laufen? Wie funktioniert die Lösung, wenn der besondere Fall eintritt, daß....... Damit spannt er auch den Bogen zwischen dem Ergebnis und der Zukunft. Lassen Sie ihn alle Unwägbarkeiten abklopfen. Achten Sie darauf, daß er stets die Ergebnisse konstruktiv kritisiert und niemals die Menschen, die dahinter stehen. Und schützen Sie ihn auch vor negativen Reaktionen der Ideenväter. Er leistete wertvolle Arbeit.
Sie können sich wahrscheinlich schon ein Bild machen, welche der 4 Rollen sie selbst am liebsten spielen. Sind sie üblicherweise der Initiator, der Träumer, der Realist oder der Kritiker? Auch in diesem Fall gilt: Verhaltensvielfalt gewinnt das Spiel. Jede der 4 Rollen hat im richtigen Kontext unübertreffliche Vorzüge. Werden sie so erfolgreich wie Walt Disney es war und nutzen sie die Macht dieses Ideengenerators.
 

11.12.2009

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