Wie kommt es, daß manche auch mit schwierigen Menschen hervorragend zurechtkommen? Was unterscheidet Führungskräfte, die behaupten, sie könnten keine guten Mitarbeiter finden, von Führungskräften, die davon überzeugt sind, sie hätten eine tolle Mannschaft? Haben jene Menschen, die sich total überlastet fühlen, wirklich immer auch mehr Arbeit als Menschen, die es mühelos schaffen, ihre Aufgaben in den dafür vorgesehenen Zeitrahmen exzellent zu erledigen? Wie ist es möglich, die immer größer werdende Informationsflut zu meistern? Wie schaffen es manche Manager, aus dem Riesenangebot an Daten, Expertenwissen, Zeitungen, Zeitschriften und Büchern die Informationen herauszufinden, die einen Unterschied machen?
Die Begründer des NLP, Richard Bandler und John Grinder erkannten, daß es Menschen gibt, die bestimmte Dinge mit Exzellenz tun. Sie fragten sich, worin sich diese hervorragenden Menschen von allen anderen unterscheiden. Und sie untersuchten diese Frage im Detail. Richard Bandler ist Mathematiker, John Grinder ist Sprachwissenschaftler. Daher gingen die beiden dieses Thema aus unterschiedlichen Richtungen an. Sie analysierten das Verhalten von exzellenten Kommunikatoren, Psychotherapeuten, Wissenschaftlern und Managern. Sie untersuchten, wie diese Menschen denken, mit anderen Menschen in Beziehung treten und sprechen.
Sie schälten alles Drumherum, daß für die Exzellenz dieser Menschen eigentlich nicht verantwortlich war, ab und entwickelten daraus Verhaltensmodelle mit dem Ziel, sie auch anderen Menschen zu vermitteln. Damit erhalten Sie die Möglichkeiten, als erfolgreicher Kommunikator und Manager ihre Probleme in Chancen und Erfolgspotentiale zu verwandeln.
Was heißt eigentlich Neuro-Linguistisches Programmieren?
Neuro:
Unseres Sinnesorgane und Neuronen helfen uns, die Welt um uns wahrzunehmen. Wir können das irgendwie tun. Oder wir konzentrieren uns darauf, das wahrzunehmen, was für unser erfolgreiches Verhalten als Manager ausschlaggebend ist. Wahrnehmungsgenauigkeit ist eine Maxime des NLP.
Linguistisch:
Mit unseren Worten können wir Menschen verletzen. Wir können mit ihnen aber auch die Dinge gerade rücken. Menschen für uns gewinnen. Das Feuer der Begeisterung in anderen erwecken. Wir können mit Worten Fehler und Chancen beerdigen. Wie können aber auch alte und hinderliche Verhaltensmuster aufbrechen und so neue Möglichkeiten entstehen lassen.
Programmieren:
Es geht um Anwendung und Umsetzung. Was läßt sich verändern, damit etwas neues entstehen kann. So wie wir die Außenwelt wahrnehmen, nehmen wir auch die Innenwelt auf eine uns eigene Art und Weise wahr. Wie wir das tun ist ausschlaggebend dafür, wie wir uns entscheiden, denken, uns an Vergangenes erinnern oder die Zukunft gestalten. Wir können lernen, das auf offene hervorragende Art und Weise zu tun und damit an die Meisterschaft der vom Bandler und Grinder modellierten Persönlichkeiten anknüpfen.
Richard Bandler und John Grinder modellierten nicht nur exzellente Persönlichkeiten. Sie machten auch die Methode des Modellierens zu einem Werkzeug, das es uns allen ermöglicht, die Ursache hervorragender Eigenschaften anderer Menschen herauszufinden (zu modellieren) und sich als eigenes Verhalten zunutze zu machen.
Vielleicht haben Sie schon einmal gedacht:
• So gekonnt wie die möchte ich mich auch einmal bewegen können. Oder:
• Die Frau hat diese kritische Situation gekonnt gemeistert. Da möchte ich auch so kühlen Kopf bewahren können. Oder:
• Wie schafft es dieser Mann bloß, etwas mit wenigen Worten derart verständlich zu machen?
Als Meister des NLP ist es ihnen möglich, solche exzellenten Fähigkeiten zu modellieren und sich anzueignen.
Alfred erinnerte sich in diesem Moment an seinen Spitzenverkäufer. „Was macht es wohl aus, daß dieser Mensch seine Kunden so gut versteht und dabei so erfolgreich ist. Er hat auch ganz selten Reklamationen. Wenn ich das im Detail wüßte, dann könnte es doch nicht schwer sein, diese Fähigkeiten allen meinen Verkäufern zu vermitteln.“ Alfred nahm sich vor, diese Idee weiter im Auge zu behalten.
Einstein meinte, es gebe eine Frage, die ihn mehr interessiert, als alle die Fragen, die Wissenschaftler sonst noch stellen können. Einstein wollte wissen wie Gott denkt. Denn wenn er das wüßte, könnte er verstehen, wie die Welt funktioniert. Wenn wir wissen, wie die Menschen denken, denen wir täglich begegnen, können wir auch ihre Landkarte der Wirklichkeit verstehen.
